Mitarbeitende in der Umweltprüfung sollten ihre Zeit damit verbringen, potenzielle Auswirkungen zu bewerten und fundierte Entscheidungen zu treffen – nicht damit, für jedes Projekt dieselben Prüfschritte, Berichte und Benachrichtigungen zu wiederholen.
Die aktualisierte Lösung für Umweltprüfungen automatisiert wiederkehrende Arbeitsschritte. Sie ermittelt Projekte, für die noch eine Prüfung aussteht, bewertet sie anhand konfigurierter Umweltdatensätze, erstellt einen individuellen PDF-Bericht, hängt ihn an den Projektdatensatz an und benachrichtigt die Prüfenden. Dieser Prozess wird durch drei miteinander verknüpfte Lösungselemente ermöglicht:
- Die Environmental Screening-Karte legt fest, welche Umweltdatensätze ausgewertet werden.
- Das ArcGIS Pro-Projekt „Environmental Screening Reports“ definiert die Vorlage für den Ergebnisbericht.
- Das Environmental Screening Notebook automatisiert und führt den Workflow aus.
Wenn Sie die Lösung „Environmental Review“ noch nicht bereitgestellt haben, besuchen Sie die ArcGIS Solutions-App und erfahren Sie mehr darüber, wie Sie loslegen können.
Environmental Screening-Karte: Festlegen, worauf es ankommt
Jeder Prüf-Workflow beginnt mit einer Frage zur Richtlinie: Welche Informationen sollen ausgewertet werden? Je nach Antwort können Organisationen der Environmental Screening-Karte eigene Datenebenen hinzufügen. Die Ebenen in der Karte bestimmen die Prüfkriterien, anhand derer das Environmental Screening Notebook jedes Projekt bewertet. Ändern sich die Anforderungen, lassen sich die Prüfebenen in der Karte leicht aktualisieren, statt tief im Python-Code verborgen zu sein. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren der Environmental Screening-Karte.
ArcGIS Pro-Projekt „Environmental Screening Reports“: Ergebnisse in Berichtsdokumente umwandeln
Das Ermitteln potenzieller Auswirkungen ist nur ein Teil des Prozesses. Prüfende müssen die Ergebnisse der Umweltprüfung auch zusammenfassen und kommunizieren. Das Paket des ArcGIS Pro-Projekts „Environmental Screening Reports“ enthält eine Schritt-für-Schritt-Anleitung und Vorlagen zum Erstellen von Berichten mit den Prüfergebnissen. Der Bericht umfasst eine Titelseite mit Branding, eine detaillierte Projektkarte und zusätzliche Seiten, auf denen die Ergebnisse für jede Prüfebene zusammengefasst werden. Statt für jedes Projekt manuell einen Bericht zu erstellen, verwendet das Environmental Screening Notebook nun die Berichtsvorlage und erstellt automatisch für jedes Projekt in der Warteschlange einen PDF-Bericht. Weitere Informationen finden Sie unter Gestalten der Berichtsvorlagen.
Environmental Screening Notebook: Den Workflow automatisieren
Die Karte legt die Prüfkriterien fest. Das Pro-Projekt definiert die Berichtsvorlage. Das Notebook führt beides zusammen.
Bei der Ausführung erstellt das Notebook eine Warteschlange mit eingereichten Projekten, die noch nicht geprüft wurden. Es verwendet die Environmental Screening-Karte, um den Projektbereich zu puffern, Prüfebenen zu ermitteln und sich überschneidende Features zu finden. Anschließend lädt es das Projektpaket „Environmental Screening Reports“ herunter, filtert das Projekt und die Prüfebenen nach dem aktuellen Datensatz und blendet Berichtsteile ohne Ergebnisse aus. Danach exportiert es den Bericht mit Titelseite und detaillierter Kartenseite und hängt den PDF-Bericht an den entsprechenden Projektdatensatz an. Sobald die PDF-Datei angehängt ist, aktualisiert das Notebook den Projektstatus und sendet eine E-Mail an die Mitglieder der Gruppe „Environmental Review Staff“. Fehler bei der Verarbeitung werden zusammengefasst und an den Gruppenbesitzer gesendet.
Die Konfiguration und Ausführung des Notebooks sind die letzten Schritte, da es auf der zuvor konfigurierten Environmental Screening-Karte und dem ArcGIS Pro-Projekt „Environmental Screening Reports“ basiert.
Konfigurieren des Notebooks
Das Notebook enthält Standardwerte und Kommentare im Code, die bei der Anpassung helfen. Unterstützte Anpassungen finden Sie in der Zelle „User Configurations“ des Notebooks.
Bei der Bereitstellung der Lösung werden viele Parameter mit den Element-IDs der Apps, Karten, Gruppen und Layer der Lösung vorkonfiguriert und im Ausführungsabschnitt des Notebooks angezeigt. Änderungen an diesen Werten sollten vermieden werden, außer unter außergewöhnlichen Umständen. Wenn Probleme mit der Lösung auftreten, empfiehlt es sich, über My Esri einen Supportfall zu eröffnen, bevor Werte außerhalb der Zelle „User Configuration“ geändert werden.
1. Prüfbereich festlegen
BUFFER_DISTANCE und BUFFER_UNITS legen die Entfernung fest, die bei der Abfrage jeder Prüfebene berücksichtigt wird. Dieselbe Konfiguration unterstützt auch den in den Berichtskarten angezeigten Puffer. Verwenden Sie die Notebook-Standardwerte als Ausgangspunkt und stimmen Sie anschließend Entfernung und Einheiten auf die Prüfungsrichtlinie der Organisation ab.
Die übrigen Pufferparameter steuern den in den Berichtskarten angezeigten Ring: den Namen des Layers, die Sichtbarkeit, die Füllung, die Umrandung, die Breite und die Transparenz. Diese Einstellungen wirken sich auf die Darstellung des Puffers in den Berichten aus und sollten das Berichtdesign unterstützen, statt davon abzulenken.
2. Benachrichtigungen für Prüfende konfigurieren
STAFF_EMAIL_SUBJECT und STAFF_EMAIL_BODY definieren die Nachricht, die nach einem erfolgreichen Bericht versendet wird. Felder aus dem Projekt-Layer können in geschweiften Klammern eingefügt werden; dabei ist der genaue Feldname im Projekt-Layer zu verwenden. {manager_link} wird automatisch vom Notebook erstellt und öffnet das Projekt in der App „Environmental Review Manager“.
Halten Sie die Nachricht kurz und handlungsorientiert. Fügen Sie genügend Projektkontext für die nächsten Schritte hinzu und verweisen Sie die prüfende Person direkt auf den angehängten Bericht und den Projektdatensatz. Ein fehlerhafter Feldplatzhalter führt dazu, dass die Benachrichtigung für ein Projekt fehlschlägt und der Fehler im Fehlerbericht aufgeführt wird.
FAILURE_REPORT_SUBJECT steuert die Zusammenfassung von Fehlern auf Ausführungsebene. STAFF_NOTIFY_GROUP_OWNER legt fest, ob der Gruppenbesitzer ebenfalls die normalen Projektbenachrichtigungen erhält. Bei Verarbeitungsfehlern erhält der Besitzer weiterhin den Fehlerbericht. Fehlerberichte zeigen die Fehler in einer Tabelle mit Details dazu, was behoben werden muss.
3. Integrationspunkte überprüfen
Diese Einstellungen sind standardmäßig auf die bereitgestellten Elemente der Lösung abgestimmt. Wenn die Namen der Karte, des Berichts oder des Projekt-Layers geändert werden, müssen diese Einstellungen entsprechend angepasst werden.
- MAP_NAME muss mit dem Kartennamen in ArcGIS Online und im ArcGIS Pro-Projekt übereinstimmen.
- REPORT_NAME muss dem in ArcGIS Pro entworfenen und im Projektpaket in ArcGIS Online veröffentlichten Bericht entsprechen.
- PROJECTS_LAYER_NAME muss mit dem Namen des Projekt-Layers übereinstimmen.
- PROJECT_NAME_FIELD liefert den Projektnamen zur Verwendung in Dateinamen, Protokollen und Fehlerberichten.
4. Bericht und zusätzliche Layouts verknüpfen
ZOOM_LAYOUTS gibt die ArcGIS Pro-Layouts an, deren Kartenrahmen beim Export auf den aktuellen Projektbereich verschoben werden sollen. Fügen Sie den Namen aller zusätzlichen Layouts hinzu, die auf den Projektbereich ausgerichtet werden sollen. ZOOM_PAD_FACTOR und BUFFER_ZOOM_MARGIN steuern, wie viel Platz um den Projekt- bzw. Pufferbereich herum bei der Berichtserstellung angezeigt wird.
Die Namen in ZOOM_LAYOUTS müssen mit den Layoutnamen im veröffentlichten ArcGIS Pro-Projekt übereinstimmen. Fehlt ein benanntes Layout, kann das Notebook fortfahren, aber dieses Layout wird nicht wie vorgesehen verschoben oder gezoomt. Änderungen am Pro-Projekt und an der Notebook-Konfiguration sollten als eine abgestimmte Aktualisierung behandelt werden.
5. Festlegen, welche Projekte in die Warteschlange aufgenommen und daraus entfernt werden
Die Parameter für Warteschlange und Abschluss verknüpfen die Automatisierung mit dem Projektlebenszyklus. PROCESSED_FIELD und PROCESSED_YES verhindern, dass abgeschlossene Projekte erneut bewertet werden. STATUS_FIELD und STATUS_QUEUED kennzeichnen Projekte, die zur Prüfung bereit sind. Nach erfolgreichem Anhängen eines Berichts ist STATUS_COMPLETE der nächste Status im Prüfprozess.
Diese Werte müssen mit dem Schema und den codierten Werten im Layer „Environmental Review Projects“ übereinstimmen. Ein Projekt erhält den Status „Screening“ erst, nachdem sein Bericht angehängt wurde. So können unterbrochene Verarbeitungsvorgänge oder Fehler behoben werden, ohne einen unvollständigen Bericht als abgeschlossen zu kennzeichnen.
6. Fehlerbehebungsüberschreibungen nur in Ausnahmefällen verwenden
Mit SKIP_SECTIONS können vorübergehend Berichtsteile ausgeschlossen werden, deren gültiger Service beim Export fehlschlägt oder hängen bleibt. Mit SKIP_DRAW_LAYERS können Layer von der Anzeige in Kartenrahmen auf zusätzlichen Berichtsseiten ausgeschlossen werden, ohne sie aus der Schnittmengenanalyse zu entfernen. Die Namen müssen exakt mit dem genauen Namen des Berichtsteils oder Layers im Bericht übereinstimmen. Diese Einstellungen dienen der Wiederherstellung und ersetzen nicht die Reparatur des ArcGIS Pro-Projekts oder seiner Datenquellen.
Lassen Sie beide Listen im normalen Betrieb leer. Wenn eine Überschreibung erforderlich ist, dokumentieren Sie den Grund und entfernen Sie sie, sobald die Quelle oder der Berichtsteil repariert wurde.
7. Vor der Zeitplanung interaktiv testen
Es empfiehlt sich, das Notebook vor der Planung des wiederkehrenden Auftrags interaktiv mit einem bekannten Projekt auszuführen. Vergewissern Sie sich, dass die Warteschlange den erwarteten Datensatz auswählt, die richtigen Prüfebenen gefunden werden, die PDF-Datei exportiert und angehängt wird, die Projektfelder aktualisiert werden, der Manager-Link das vorgesehene Projekt öffnet und die erwarteten Benutzerinnen und Benutzer die Benachrichtigung erhalten.
Sobald dieser End-to-End-Test erfolgreich abgeschlossen ist, planen Sie die Ausführung des Notebooks in einem Rhythmus, der zum Prüfprogramm passt. Die offizielle Konfigurationsdokumentation zu „Environmental Review“ enthält die Schritte zur Zeitplanung. Die Zeitplanung sollte der letzte Schritt sein und nicht der erste Test der Konfiguration. Weitere Informationen finden Sie unter Automatisierte Prüfungen planen.
Hier sehen Sie einen Beispielbericht aus der Lösung „Environmental Review“:
Fazit
Durch die Konfiguration der Environmental Screening-Karte, die Vorbereitung des ArcGIS Pro-Projekts „Environmental Screening Reports“ und die anschließende Abstimmung der Benutzerparameter des Notebooks auf beides können Organisationen eine Reihe wiederkehrender Aufgaben durch einen wiederholbaren Prüf- und Berichts-Workflow ersetzen. Prüfende erhalten eine einheitliche Ausgangsbasis, Administratorinnen und Administratoren behalten die Kontrolle über Kriterien und Darstellung, und das Programm kann neue Projekte aufnehmen, ohne jedes Mal denselben Prozess erneut aufzusetzen.