Die Gegenwart
Die Biodiversität nimmt aufgrund der kumulativen Auswirkungen lokaler und globaler Stressfaktoren in beispiellosem Tempo ab. Die schwerwiegendsten Ursachen für den Biodiversitätsverlust sind der rasche Klimawandel, die Verschlechterung von Lebensräumen und Übernutzung, gefolgt von biologischen Invasionen und Verschmutzung. Die Folgen solcher anthropogener Veränderungstreiber sind so tiefgreifend, dass sie zu einem sechsten Massenaussterben führen können. Blue acceleration hat den Ozean in den Vordergrund wirtschaftlicher Bedeutung gerückt, indem es die Industrialisierung und die Ausweitung der Aktivitäten im blauen Territorium vorantreibt und somit potenziell kumulative Belastungen für marine Ökosysteme verstärkt. Der Klimawandel kann oft die Auswirkungen anderer lokaler menschlicher Stressfaktoren verstärken und damit Bemühungen gefährden, Ökosysteme in einem safe operating space zu erhalten.
Das Barcelona-Übereinkommen (BC) zielt auf den Schutz der Biodiversität im Mittelmeer ab und enthält in seinem Anhang II eine Liste bedrohter Arten, die geschützt werden müssen. Diese Studie hatte zum Ziel, den bestehenden wissenschaftlichen Aufwand und das Wissen über wirbellose Arten des BC-Anhangs II zu bewerten. Die Ergebnisse zeigten, dass trotz zunehmender regionaler Zusammenarbeit die meisten wirbellosen Arten des BC-Anhangs II unzureichend erforscht sind, wobei Wissenslücken den Naturschutz beeinträchtigen.
Die Software ArcGIS Pro wurde verwendet, um Karten der aus den analysierten Artikeln gewonnenen Artenaufzeichnungen zu visualisieren, geordnet nach Stamm (Cnidaria, Crustacea, Echinodermata, Mollusca und Porifera), mit Verbreitungskarten für jede Art in den ergänzenden Dateien. Um zu untersuchen, ob Aufzeichnungen von BC-Anhang-II-Arten hauptsächlich in Meeresschutzgebieten (MPAs) lagen, wurden die Punkte der Arten räumlich mit den Polygonen der mediterranen MPAs überlagert. Zusätzlich wurden Kernel-Dichte-Schätzungen (KDE) eingesetzt, um die räumliche Verteilung der Artenaufzeichnungen zu bewerten.
Abschließend wurde neben der formellen Version des Papiers eine .gif-Datei erstellt (ArcGIS Pro Software und Online-Gif-Maker https://ezgif.com/maker) zur Verteilung der Arten.
Die Zukunft
Die EU-Biodiversitätsstrategie für 2030 und der CBD Global Biodiversity Framework bieten neue Chancen für den Meeresschutz im Mittelmeerraum, doch um ihre Ziele zu erreichen, ist eine regionale Forschungspriorisierung durch gezielte Finanzierung Voraussetzung.
Für weitere Informationen besuchen Sie bitte das wissenschaftliche Papier auf dieser Seite: https://doi.org/10.1016/j.biocon.2024.110740
Abbildung 1. Gemeldete Aufzeichnungen der wirbellosen Arten des Barcelona-Übereinkommens Anhang II nach Stamm.




Abbildung 2. Kernel-Dichte-Schätzung.

Abbildung 1. Gemeldete Aufzeichnungen der wirbellosen Arten des Barcelona-Übereinkommens Anhang II als GIF.
