
Hüte dich vor den Iden des März
Von Tom DeWitte und Tom Coolidge
Hüte dich vor den Iden des März. In weniger Shakespeare’scher Form ausgedrückt, hüte dich vor dem 15. März. Diese Aussage war für Julius Caesar wahr und ist heute für viele GIS- und Compliance-Fachleute in der US-amerikanischen Erdgasindustrie wahr.
In der Römerzeit war der 15. März die Frist zur Begleichung von Schulden. Heute in den Vereinigten Staaten ist der 15. März die Frist für die Einreichung der Jahresberichte von Gasverteilungs- und -transportunternehmen bei der U.S. Department of Transportation (U.S. DOT) Pipeline and Hazardous Materials Safety Administration (PHMSA).
Die Einreichung des U.S. DOT PHMSA Jahresberichts für Gasverteilung (Form F 7100.1-1) und seines Pendants, des U.S. DOT PHMSA Jahresberichts für Gastransmission und Sammelleitungen (F 7100.2-1), ist eine Übung im Data Mining. Wenn Ihre Daten gut organisiert und auf die Anforderungen zur Datensummarisation dieser Berichte abgestimmt sind, ist das Sammeln der Informationen zur Ausfüllung dieser Formulare machbar. Sind Ihre Daten nicht auf die Abfrage-, Filter- und Zusammenfassungsbedürfnisse dieser Berichte abgestimmt, ist diese jährliche Aufgabe beängstigender als einen besten Freund namens Brutus zu haben.
Offiziell schätzt PHMSA, dass die Zeit zum Sammeln der Daten, die zum Ausfüllen dieser Formulare benötigt werden, 16 Stunden für Gasverteilung und 47 Stunden für das Formular Gastransmission und Gassammlung beträgt. Dies ist mit einem gut abgestimmten geospatialen Datensatz wie einem ArcGIS-Datenrepository, das mit dem Utility and Pipeline Data Model (UPDM) organisiert ist, erreichbar. Sind Ihre Daten schlecht organisiert, kann dieser Aufwand mehrere Monate dauern.
Wie sieht ein gut abgestimmter geospatialer Datensatz aus?
Zusammenfassung nach Rohrmaterial
Das erste Anzeichen für ein Datenmodell, das gut auf die Anforderungen zur Datensummarisation dieser Berichte abgestimmt ist, zeigt sich darin, wie Material definiert wird. Teil B des Gasverteilungsberichts fragt nicht nach der spezifischen Materialgüte des Rohrs (PE2708, Grade X42 usw.). Es wird eine generische Kategorisierung des Materials verlangt (Kunststoff, beschichteter Stahl, unbeschichteter Stahl, Gusseisen usw.).

Teil D des Gastransmissions- und Gassammlungsberichts verlangt ebenfalls eine generische Kategorisierung des Materials anstelle der spezifischen Güteklasse.

Das UPDM-Datenmodell definiert diese Materialkategorien explizit in einem Datenfeld namens AssetType. Dieses AssetType-Datenfeld hat eine festgelegte Liste von Werten, die mit den in den DOT-Berichten geforderten Materialkategorien übereinstimmen.

Eine einfache Zusammenfassung der Datenfelder assettype und cptraceability liefert die benötigten Datenwerte für Abschnitt B1 des Gasverteilungsberichts.

Eine Zusammenfassung einzigartiger Kombinationen von assettype, cptraceability und regulatorytype liefert die benötigten Datenwerte für Teil D des Gastransmissions- und Gassammlungsberichts.
Diese Zusammenfassungen können in ArcGIS mit UPDM-organisierten Daten in Minuten statt Stunden, Tagen oder sogar Wochen leicht durchgeführt werden.
Zusammenfassung der Transmission nach SMYS
Teil K des Gastransmissions- und Gassammlungsberichts fragt nach den Meilen an Transmissionsrohren basierend auf dem Betriebsdruck als Prozentsatz der spezifizierten Mindeststreckgrenze (SMYS) für eine bestimmte DOT-Klassifizierung. Die Speicherung technischer Informationen über das Rohr als Beschreibungen vereinfacht die Zusammenfassung dieser Informationen für den Gastransmissions- und Gassammlungsbericht erheblich.

Wenn die UPDM-Datenfelder für diese technischen Daten ausgefüllt sind, kann diese Aufstellung durchgeführt werden. Die spezifischen Datenfelder innerhalb der Pipeline-Ebene von UPDM sind operatingpressure, SMYS, percentSMYS, dotclass und shape_length. Ähnlich wie bei der Tabelle Meilen nach Material erzeugt eine Zusammenfassung der einzigartigen Kombinationen von percentSMYS und dotclass, gefolgt von der Summierung der Gesamtlänge der Rohre, die Informationen, die benötigt werden, um diese Tabelle zu füllen.
Zusammenfassung von Lecks nach Ursache
UPDM und seine Optimierung der Datenorganisation zur Unterstützung der Berichtspflichten der jährlichen DOT-Berichte geht über Rohre hinaus. Es ist auch auf die Berichtspflichten bezüglich Lecks abgestimmt.
Teil C des Gasverteilungsberichts fragt nach Anzahl und Schweregrad von Lecks an Hauptleitungen und Hausanschlüssen.

Auch hier ist die Feature-Class P_GasLeaks in UPDM absichtlich so organisiert, dass sie diese Kategorisierung von Leckursache und Schweregrad unterstützt. Das Datenfeld leakcause enthält eine festgelegte Liste gültiger Werte, welche mit den Kategorien Ursache des Lecks in der Berichtstabelle korrelieren. Das Datenfeld revisedleakclass liefert die Unterscheidung des Schweregrads des Lecks, und das Datenfeld leakstatus gibt den Status des Lecks an.
Die Abstimmung von UPDM mit DOT-Berichten war kein Zufall
Die Tatsache, dass UPDM so gut auf die Berichtspflichten dieser Jahresberichte abgestimmt ist, ist kein Zufall im Datenmodellierungsprozess. Als UPDM ursprünglich erstellt wurde, wurden diese DOT-Berichte genau studiert. Die Absicht war bereits 2009, diese Informationen so zu organisieren, dass sie nicht nur den täglichen technischen und betrieblichen Bedürfnissen von Erdgasorganisationen gerecht werden, sondern auch diese erforderliche jährliche Berichtspflicht vereinfachen. In den 15 Jahren seit der ursprünglichen Veröffentlichung von UPDM hat das Gas-Team bei Esri weiterhin die Entwicklung dieser Compliance-Berichte überwacht und UPDM bei Bedarf angepasst, um Änderungen in den Berichtsanforderungen zu berücksichtigen.
Der 15. März war ein sehr schlechter Tag für Julius Caesar; er muss aber kein schlechter Tag für Sie sein.
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