
Teil 1 von 5
Von Tom DeWitte und Tom Coolidge
Versorgungsunternehmen sammeln viele Daten. Das bedeutet, dass das Außendienstpersonal der Versorgungsunternehmen viel Zeit mit dem Ausfüllen von Formularen verbringt. Viele Unternehmen unternehmen heute Anstrengungen, um Papierformulare in digitale Formulare umzuwandeln. Die grundlegende Rechtfertigung für diese Bemühung besteht darin, die doppelte Dateneingabe zu eliminieren, bei der eine Büroperson die im Feld erfassten Daten liest, interpretiert und in den unternehmensweiten Systemen neu erstellt. Aber was ist mit dem Außendienstpersonal selbst, wo liegt ihr Nutzen der digitalen Transformation? Diese Blogserie handelt davon, wie man die Produktivität des Außendienstpersonals verbessert – wie man die Dateneingabe automatisiert, mobile Gerätesensoren nutzt, intelligente Software einsetzt und wirklich die Zeit reduziert, die das Außendienstpersonal mit dem Ausfüllen von Formularen verbringt.
Das Leben für das Außendienstpersonal erleichtern
Haben Sie schon einmal einen Versorgungsmitarbeiter getroffen, der morgens ins Büro kommt und sagt: „Mann, ich kann es kaum erwarten, heute Formulare auszufüllen“? Nein, ich auch nicht. Was man häufig von Außendienstmitarbeitern hört, ist die Beschwerde darüber, zu viel Zeit mit Papierkram zu verbringen. Die Daten, die das Außendienstpersonal sammelt, sind entscheidend für den erfolgreichen Betrieb und die Planung des Versorgungsnetzes. Das Außendienstpersonal aufzufordern, keine Daten mehr zu sammeln, ist keine Option. Aber wie wäre es mit Formularen, die sich so weit wie möglich automatisch ausfüllen?
Aufhören zu tippen
Der erste Schritt zur Erleichterung des Lebens für den Versorgungsaußendienstmitarbeiter besteht darin, Lösungen einzusetzen, die den manuellen Aufwand bei der Dateneingabe minimieren. Die heutigen mobilen Geräte und Anwendungen bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten, eine große Menge an Informationen mit minimalem Aufwand durch den Versorgungsaußendienstmitarbeiter zu erfassen. Ein Beispiel dafür sind Barcodes.

Die Erdgasindustrie verwendet den ASTM F2897 Barcode-Standard für ihre Kunststoffrohre, Fittings und Geräte. Ein Außendienstmitarbeiter mit einer mobilen Anwendung auf einem Smartphone oder Tablet kann die Kamera des Geräts verwenden, um den Barcode zu erfassen.

Die Kamera erfasst automatisch den Barcode und fügt ihn in das Formular ein. Dann kann die mobile Anwendung die im Barcode eingebetteten Informationen decodieren und die entsprechenden Formularfelder automatisch ausfüllen. Wenn Sie mitzählen: Das sind 8 automatisch ausgefüllte Formularfelder und null manuelle Dateneingabe für den Versorgungsaußendienstmitarbeiter.
Barcodes können auch auf dem Mitarbeiterausweis verwendet werden. Verwenden Sie die Kamera des mobilen Geräts, um den Ausweis zu lesen und die Informationen des Mitarbeiters automatisch in das Formular einzufügen. Gehen Sie noch einen Schritt weiter und lassen Sie die mobile Anwendung die gescannte Mitarbeiter-ID mit einer Tabelle der Betreiberqualifikationen vergleichen, um sofort zu überprüfen, ob der Mitarbeiter über gültige Qualifikationen für die Arbeit verfügt, z.B. Schweißen oder Kunststoffverschmelzung. All diese intensiven Dokumentations- und Validierungsschritte können ohne manuelle Dateneingabe durchgeführt werden.
Automatisch ausfüllen, was bereits bekannt ist
Der zweite Schritt zur Erleichterung des Lebens für den Versorgungsaußendienstmitarbeiter besteht darin, ihn nicht mehr nach Informationen zu fragen, die der Organisation bereits bekannt sind. Ein Beispiel hierfür sind Projektdaten. Bevor ein Außendienstmitarbeiter zu einer Baustelle fährt, sind die Projektinformationen bereits in den Abteilungen Planung, Technik und Genehmigung gut bekannt. Eine gängige Praxis bei Versorgungsunternehmen ist es, ein Projektpolygon zu erstellen, um den Umfang des Baustellenbereichs zu definieren.

Bei Verwendung einer geografiebasierten mobilen Anwendung kann dieses Projektpolygon referenziert werden, um Projektinformationen automatisch in das Formular einzufügen, indem der Außendienstmitarbeiter sich einfach innerhalb des Projektbereichs befindet.
Ein weiteres Beispiel sind Inspektionen des Anlagenzustands wie eine Ventilinspektion. Es ist sehr üblich, dass ein Ventilinspektionsformular nach Informationen über das Ventil fragt: Welche Größe hat es? Wer war der Hersteller? Welcher Ventiltyp? Die Organisation sollte diese Antworten bereits kennen. Der Außendienstmitarbeiter muss nur bestätigen, dass die Organisationsinformationen korrekt sind. In diesem Beispiel ermöglicht die geografiebasierte mobile Anwendung dem Außendienstmitarbeiter einfach auf das Ventil auf der Karte zu klicken, um die Ventilinspektion zu starten. Durch Auswahl des Ventils auf der Karte ruft das Formular automatisch die Informationen aus dem Ventildatensatz ab und füllt den Ventilinformationen-Teil des Formulars automatisch aus. Der Außendienstmitarbeiter muss nur noch überprüfen, ob die Informationen korrekt sind.
Anlagenkataloge
Eine weitere Methode zum automatischen Ausfüllen dessen, was der Organisation bereits bekannt ist, sind Nachschlagetabellen. Beim Dokumentieren von Neubauten werden diese Nachschlagetabellen als Anlagenkataloge bezeichnet. Ein Anlagenkatalogeintrag enthält die Herstellerspezifikationen für eine Anlage.

Zum Beispiel kennt die Organisation beim Einbau eines Stahlrohrs bereits den Nenn-Durchmesser, Wandstärke, Außendurchmesser, Material, Hersteller, Herstellertyp, spezifizierte Mindeststreckgrenze (SMYS) und Rohrbeschichtungsart – um nur einige bekannte Eigenschaften zu nennen.

Wenn eine mobile Anwendung eine Nachschlagetabelle nutzen kann, ist das Erlebnis für den Versorgungsaußendienstmitarbeiter sehr einfach:
- Wählen Sie den installierten Typ Stahlrohr aus einer Auswahlliste aus. Die mobile Anwendung verwendet dann den ausgewählten Eintrag zur Abfrage der Anlagenkatalogtabelle. Die ausgewählte Anlagenkatalogtabelle wird gelesen und die Informationen werden verwendet, um den neuen Stahlrohrdatensatz automatisch auszufüllen.
- Überprüfen Sie nun die ausgefüllten Anlagendaten auf Richtigkeit.
Der mobile Benutzer hat mehrere Datenfelder ausgefüllt, indem er nur einen einzigen Wert aus einer Auswahlliste manuell ausgewählt hat. Wieder einmal ist kein Tippen erforderlich.
Das mobile Sensorarray
Der dritte Schritt zur Erleichterung des Lebens für den mobilen Außendienstmitarbeiter besteht darin, die vielen Sensoren Ihres mobilen Geräts zu nutzen. Die meisten heute verfügbaren Telefone und Tablets verfügen über einen eingebauten GPS-Chip. Wenn Sie eine geografiebasierte mobile Anwendung haben, welche dieses GPS nutzen kann, kann sie viel mehr tun als nur einen Punkt auf der Karte anzuzeigen, um Ihren Standort zu zeigen. Die geografiebasierte mobile Anwendung kann Ihre Standortbeschreibungen im Formular automatisch ausfüllen wie Adresse, Stadt, Bundesland, Postleitzahl und Versorgungsbereich.
Bereichsbasierte Standortbeschreibungen wie Versorgungsbereich, Stadt, Bundesland und Postleitzahl können bestimmt werden durch automatische Durchführung einer Punkt-in-Polygon-Überlagerung unter Verwendung des GPS-Standorts als Punktposition durch die Software.
Einige geografiebasierte Anwendungen können auch den GPS-Standort verwenden um eine Reverse-Geocoding-Operation durchzuführen und so die Adresse zu bestimmen.
In beiden Beispielen füllt die Software diese Informationen automatisch aus wenn der Außendienstmitarbeiter auf dem Bildschirm tippt um den GPS-Standort zu erfassen. Keine weitere Benutzereingabe ist erforderlich.
Geografie zur Automatisierung nutzen
Der vierte und letzte Schritt zur Erleichterung des Lebens für den mobilen Außendienstmitarbeiter besteht darin Geografie zu nutzen. Es gibt viele Beispiele in der Datenerfassung im Versorgungsaußendienst bei denen mehrere Anlagen oder standortspezifische Objekte zusammengefasst werden müssen. Ein Beispiel eines druckbeaufschlagten Rohrsystems ist die Dokumentation von Drucktests. Nach dem Bau des Rohrsystems muss dieser neue oder geänderte Rohrabschnitt einem Drucktest unterzogen werden um sicherzustellen dass er nicht leckt. Dieser Dokumentationsschritt erfordert dass alle Anlagen welche Teil des Drucktests waren zusammengefasst und mit einer gemeinsamen Drucktest-ID versehen werden. Dies kann ein sehr zeitaufwändiger Dokumentationsschritt sein da ein einzelner Drucktest Dutzende einzelner Anlagen umfassen kann.
Mit einer geografiebasierten mobilen Anwendung kann der mobile Versorgungsmitarbeiter ein Polygon zeichnen um alle Anlagen einzuschließen welche dem Drucktest unterzogen wurden.
<\/span><\/P>Die geografie-bewusste mobile Anwendung verwendet automatisch das vom utility field worker definierte Polygon, um alle Rohrabschnitte, Armaturen und Geräte innerhalb des Polygons auszuwählen. Jedem ausgewählten Asset wird die pressure test ID zugewiesen.<\/P>
<\/span><\/P>Verbessern Sie die Datenqualität und Vollständigkeit<\/H2>Diese Beispiele, wie man das Leben für utility mobile workers erleichtern kann, haben auch einen Vorteil für das Büropersonal. Diese automatische Befüllung liefert einen vollständigeren Datensatz des Assets. Rohr-Asset-Werte wie Wandstärke und SMYS werden oft nicht als Werte betrachtet, die vom field worker eingegeben werden müssen. Die menschliche Natur ist so, dass alles, was nicht erforderlich ist, wahrscheinlich nicht ausgefüllt wird. Dennoch sind diese Werte für Ingenieure entscheidend, um den Bereich des sicheren Betriebs des Rohrnetzes zu bestimmen.<\/P>Fazit<\/H2>Die digitale Transformation der Datenerfassung im Versorgungsfeld muss mehr sein als nur die Erstellung eines digitalen Formulars zur Steigerung der Produktivität des Feldpersonals. Es muss die Dateneingabe automatisieren. Diese Formulare müssen mobile Gerätesensoren nutzen, geography-aware mobile applications verwenden und wirklich die Zeit reduzieren, die das Feldpersonal mit dem Ausfüllen von Formularen verbringt.<\/P>Über diese Blog-Serie<\/H2>Dieser Blogartikel ist der erste in einer Serie von fünf Blogartikeln. Kommende Blogs werden detaillierter erklären, wie man die Esri ArcGIS Field Maps mobile application konfiguriert, um diese Beispiele bereitzustellen.<\/EM><\/P>BITTE BEACHTEN SIE: Die Beiträge auf dieser Seite sind unsere eigenen und stellen nicht unbedingt die Positionen, Strategien oder Meinungen von Esri dar.<\/EM><\/P> <\/P>