
Von Tom DeWitte und Tom Coolidge
Der Vorstoß der Erdgasindustrie zu einem geringeren oder netto null CO2-Fußabdruck konzentriert sich auf Maßnahmen, die im Allgemeinen in drei Gruppen organisiert werden können: (1) Reduzierung der Methanemissionen aus dem Betrieb, (2) Reduzierung der Methanemissionen aus dem Verbrauch durch Kunden und (3) Nutzung neuer Quellen und Anwendungen alternativer kohlenstoffarmer Brennstoffe.
Dieser Blog konzentriert sich auf eine Schlüsselaktivität, die zentral für die Reduzierung von Methanemissionen aus dem Betrieb ist – das Auffinden und Beheben von Lecks.
Das Management von Methanemissionen ist zweifellos eine ebenso kritische Aufgabe wie jede andere, die jede Erdgas-Pipeline-Organisation durchführt. Für die Eigentümer und Betreiber der Rohrleitungsnetze, die diese wichtige Energiequelle transportieren, beginnt das Management von Methanemissionen mit Überwachungsprogrammen zur Identifizierung von Lecks. Klasse-1-Lecks werden sofort behoben. Niedrigstufige Lecks werden jedoch mittels ingenieurtechnischer Analyse untersucht, um das Risiko und die Folgen dieser Lecks zu bewerten. Nach der Analyse können Bauarbeiten geplant werden, um die identifizierten und qualifizierten Lecks zu reparieren. Dieses sehr einfache Set an Aufgaben, um „das Leck zu finden“ und „das Leck zu beheben“, wird seit Jahrzehnten durchgeführt. Was ist also neu in der Welt der Methan-Emissionsreduzierung?
Neu bei der Methan-Emissionsreduzierung ist die Verfügbarkeit neuer Sensorplattformen zum „Leck finden“.
Viele Plattformen zur Methanerkennung
Das Auffinden des Lecks war lange Zeit ein menschlich intensiver Prozess des Abgehens des Rohrleitungsnetzes. Während des Gehens tragen Feldtechniker Methan-Emissionsdetektoren bei sich. Sobald ein Leck gefunden wird, wird ein Gasleckbericht erstellt, um den Standort, die Menge und die wahrscheinliche Quelle des Lecks zu dokumentieren.
Dann kam die Möglichkeit, Methansensoren auf Autos und Lastwagen zu montieren. Diese Fahrzeuge konnten mehr Rohrkilometer abdecken als die Fußgänger. Fortschritte der Hersteller dieser Geräte haben diese fahrzeugmontierten Sensoren weiter verbessert, um den Ort der Leckquelle besser schätzen zu können. Diese potenziellen Lecks werden dann von Feldtechnikern untersucht, um sie zu verifizieren und den Gasleckbericht abzuschließen.

Kürzlich wurden Methan-Emissionssensoren auf Luftplattformen montiert, die von Drohnen über Hubschrauber bis hin zu Flugzeugen reichen. Zusätzlich zu luftgestützten Sensoren gibt es jetzt Satelliten, die unseren Planeten in niedriger Erdumlaufbahn mit Methansensoren umkreisen. Diese satellitenbasierten Sensoren verkaufen ihre Daten und Analysen und bieten Gasrohrnetzbetreibern eine weitere Möglichkeit, das Rohrleitungsnetz zu überwachen und „das Leck zu finden“.
Menschen werden weiterhin benötigt
Diese neueren Werkzeuge zur Überwachung des Rohrleitungsnetzes ersetzen nicht die regulatorischen Anforderungen an Leak Surveys. Sie bieten jedoch eine neue erschwingliche Möglichkeit für häufigere Überwachung. Wenn eine Methanemission erkannt wird, kann ein Feldtechniker zum Emissionsbereich geschickt werden, um die Sensormessung zu validieren und den Gasleckbericht mit den erforderlichen Details auszufüllen, damit die Organisation das „Leck beheben“ kann. So leistungsfähig diese zusätzlichen Methanerkennungen auch sind – Menschen sind weiterhin erforderlich, um jedes Leck zu verifizieren und zu dokumentieren.
Ein gemeinsames Repository wird benötigt
Die Hinzufügung weiterer Plattformen zur Methanerkennung eröffnet neue Möglichkeiten zur Reduzierung von Methanemissionen. Gleichzeitig entsteht ein neues, aber handhabbares Datenmanagementproblem. Mit diesen neuen Sensorplattformen zur Identifizierung potenzieller Methanemissionen wird ein gemeinsames Datenmanagementsystem benötigt, um den Status dieser potenziellen Lecks zu erfassen, nachzuverfolgen und zu dokumentieren. Da der Standort für jedes potenzielle Leck entscheidend ist, ist ein geografisches Informationssystem (GIS) das beste Datenmanagementsystem zur Aggregation und Verwaltung dieser Informationen.

Kritische Informationen für das Management von Gasrohrleitungssystemen
Die Kombination der Informationen aus diesen vielen Methanerkennungsplattformen in einem einzigen Datenmanagementsystem ist nicht das Ziel. Es ist bestenfalls ein Zwischenziel. Diese Daten müssen weiterhin in Analyseprogramme wie DIMP und TIMP eingespeist werden. Sie müssen mit Dashboards überwacht, in Berichten zusammengefasst und an Gasmanager, Regulierungsbehörden und die Öffentlichkeit kommuniziert werden. Diese Daten müssen an Bau- und mobile Anzeigegeräte weitergeleitet werden, damit die Gasorganisation das „Leck beheben“ kann. Das ist das Ziel.

Die Erdgasindustrie erlebt eine technologische Revolution. Neue Technologien werden kontinuierlich angewendet, um Probleme der Gasindustrie besser zu lösen. Und die Gasindustrie nimmt diese neuen Möglichkeiten schneller als je zuvor an und setzt sie um. Wenn Sie Ihr GIS ins Zentrum Ihres Methan-Emissionsmanagements stellen, stellen Sie sicher, dass die von all diesen neuen Sensorplattformtechnologien gesammelten Daten in Ihrer gesamten Gasorganisation vollständig genutzt werden.
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